Donnerstag, 10. November 2011

Die Gobi



Liebe Leser,

Es ist eine ewigkeit her seid ich das letzte mal hier gepostet habe. Ich hoffe ich wurde nicht zu schmerzlich vermisst. Mittlerweile bin ich schon durch ganz halb China getuckert, habe Hongkong und Macao unsicher gemacht und bin ab morgen auf dem Weg nach Vietnam oder Laos. Mal schauen. Aber ich dachte mir bevor ich wieder in den Ban der grossen Mauer (In china habe ich nach wie vor nur ausserst selten und umstaendlich Zugang zum Bog und Facebook und so)  ziehe, sollte ich wenigstens auch im Blog in China angekommen sein bevor ich es in der Realitaet verlasse...

Wir machen uns also auf in die Gobi Wuesste. Wir das sind Ian der Englaender, Joe der Ami, Peggy die Taiwanesin und Gert, ein Deutscher der aber nun in shanghai lebt. Ausserdem haben wir natuerlich einen Fahrer und eine nettes Maedchen die unseren Guide darstellt. Sie sprach leider nur sehr begrentzt Englisch, so dass wir auch selten genau wussten wo es hingeht oder was ansteht.. dafuer hat sie sehr gut gekocht!

Aus Zeit- und  Effiziensgruenden werde ich mal ein paar Fotos recht spaerrlich kommentiert in den virtuellen  Raum stellen und euch die Interpraetation ueberlassen...











Erster Tag





























Die Polsterung an der Decke war mangels Strassen und Gurten hoechst notwendig!
















Kamele sind, solange sie langsam laufen, angenehmer zu reiten als Pferde.

























xushur, Teigtaschen mit Schaffsfleisch gefuellt, sind hin und wieder mit viel chili sosse ganz essbar


Das innere eines mongolischen Gers


























Kamele muessen auch gemolken werden.










wahrscheinlich eine der bessern Toiletten










Ja von wegen! --------->








Schnee!!
























<-- Hier trinke ich fermentierte Kamelmilch, frisch destilliert ueber einem feuer aus Kameldung. Um 10 Uhr morgens! Solch Koestlichkeit natuerlich nur aus einer silbernen Schale.





Zum Ende der wirklich fantastischen Gobi tour werden wir, Joe, Ian und Ich in Choir rausgeschmiessen. Von dort aus geht es auf die letzten Etappen der Transsibeisenbahn. Mit dem Nachtzug zunaechst an die Grenze. Diese darf wie haeufig nicht zu Fuss ueberquert werden. Also draengeln alle schon 20 Minuten vor Ankunft des Zugs zu den Ausgaengen. Am Bahnhof angekommen rennen alle in eine Richtung und wir machen einfach mal mit. Im Rennen verhandeln wir mit einem Fahrer einen Preis zur Grenzueberquerung und springen in seinen Jeep. Er rast in einem Heidentempo los um nur ca 800 Meter spaeter sich und uns in eine schlange Jeeps in der Mitte von garnichts einzureihen.
Dann steigt er aus und raucht erstmal eine. Das machen auch die Jeepfahrer vor und hinter uns. Ploetzlich schmeisen alle die Kippen weg, rennen zu den jeweiligen Jeeps und heizen  quasi zeitgleich ganze 5 meter vorwaerts damit ja keine Luecke in der Schlange entseht ,die gross genug ware, dass ein auto sich reindraengeln koennte. Dann steigen alle wieder aus und quatschen ein bisschen und rauchen wieder. So geht das die erste  Stunden lang in Richtung Grenze. Verpasst jemand das lLosfahren um auch nur 3 Sekunden wird er von den hinterherfahrenden jeeps sofort ueberhohlt und abgedraengt. An einer Schranke laesst ein Heine immermal wieder ca 20 autos auf die erste asphaltierte strasse seit Ulaan Bataar, Dort artet das Ganze auf den 3 km bis zur Grenze zu einem Kamikazerennen aus, Jeder heizt die Strasse entlang und gibt was sein Jeep so hergibt. Dabei wird gedraengelt, der weg abgeschnitten, blockiert und gerammt was das Zeug haelt. An der Grenze geht dann wieder das Spiel in der Schlange los, bei dem man die Luecke zum vorderman moeglichst eng halten muss. Allerdings ist das Spiel noch etwas agrressiver geworden. Manche haengen sich per 1 meter langem Seil an den Vorderman, andere fahren querfeld ein nach vorne um dann den graben hinauf in eine luecke zu schiessen. Waerend der Gobi Tour haben Joe und ich ein mongolisches Lied, welches gerade sehr in ist auswendig gelernt. Zur kurzweil singen wir das so vor uns her, was dazu fuehrt das wir binnen kuerzester Zeit eine fangemeinde von ca 20 taxifahrern haben die uns immer wieder singen hoeren wollen. natuerlich nur wenn sie nicht gerade zu den autos rennen muessen. Irgendwann kommen wir dann tatsaechlich an der grenze an. Nach den Formalitaeten begruesst uns das gelobte Land mit einem wunderhuebschen Regenbogen.




Kanalisation, Toiletten, gutes oder zum mindest essbares Essen und vor allem asphaltierte Strassen verspriecht uns dieser Regenbogen.


 Joe, Ian und Ich an der Grenze in China!

Mit dem Nachtbus, geht es sehr konfortabel und sogar mit aussicht nach Beijing und zum naechsten Blogeintrag der hoffentlich bald folgt.
Ich arbeite daran verprochen!

Beste Gruesse Sven

Sonntag, 9. Oktober 2011

Ein Zwischenspiel

Nach unserer Rueckkehr nach UB, schauen Ian und ich uns nach Gobi tours um. Ich will eigentlich nur 3 oder 4 tage unterwegs sein und auch am besten nicht mehr zurueck nach UB kommen. Ian hingegen will eine ordentliche Tour von 7-10 tagen wagen. Die tourorganisatoren bekleckern sich allerdings alle nicht mit viel verkaeuferischem talent oder auch eifer. die meissten sind eher geschockt das sie jetzt tatsaechlich englisch reden muessen...Es kommt somit anders. Zunaechst machen wir eine kleine 2 Tages tour in 2 nahegelegene Nationalparks. Das ganze machen wir quasi selbst organisiert mit Joe der im selben Hostel uebernachtet. Wir mieten einen Bus mit fahrer und laden noch ein paar Leute ein. Gegen Nachmittag brechen wir auf, kommen aber wegen schrecklichem Verkehr auf UBs mickrigen Strassen (Wir mussten zwei mal durch UB weil auf dem einen Weg in den Nationalpark letzte Woche ein Haus gebaut wurde) erst gegen 12 uhr nachts an unserem Zielort einen Observatorium an. Da man dort allerdings noch beschaeftigt ist, kochen wir erstmal zu abend. Mittlerweile hat Joe nun auch Geburtstag und es gibt ein Staendchen und der Vodka wird auch shconmal angetastet.

Anschliessend bekommen wir eine Fuehrung durch das Observatiorium. Der ansaessige Astronom hat auch tatsaechlich viel Ahnung und es ist ziemlich cool. Das coolste ist allerdings das 7 m teleskop durch welches wir so einige Sternencluster, Nebel, Galaxien und vor allem Jupiter beobachten koennen. Danach suchen wir uns einen Zeltplatzt in der Naehe, bleiben aber bei Lagerfeuer und Vodka die ganze Nacht wach.

Am naechsten Tag geht es dann etwas verkatert und uebernaechtigt in den naechsten Nationalpark wo man die einzigen verbleibenden wilden Pferde sehen kann. Diese haben anscheinend ein oder zwei Chromosome welche domestizierte Pferde wohl nicht haben. Nach viel fahren und warten sehen wir die dann auch. Wir sind aber nicht alleine, mindestens ein dutzend Touribusse jagen einem kleinen Flusslauf entlang den Pferden nach. Geht es nicht mehr mit dem Auto weiter, springen alle raus und rennen mit ihren Fotoapparaten den Pferden entgegen. Naja... man kann das sehen wie man will. ganz huebsch waren sie ja.

Hiernach geht es zurueck nach UB und am naechsten Tag auf die Gobitour. Es sind 6.5 tage geworden wobei wir am letzten Tag an einem kleinen Bahnhof rausgelassen werden, vonwoaus wir direkt zur Grenze koennen, Organisiert wird es von der Dame die auch unser Hostel schmeisst und uns einen guten Preis macht. Der naechste Post wird davon zu berichten wissen.






 



 

 










Donnerstag, 6. Oktober 2011

Auf in die Pampa!

Und schon gehts weiter mit dem Blog!

Ich habe naemlich gerade Zeit. In china ist gerade golden Week. ALLE haben Urlaub und verstopfen alle Zuege, Busse Hotels usw. also ist gerade Pause fuer mich. ICh bin in Zhengzhou wie die aktualisierte Karte nun auch anzeigt ;)
Aber weitergehen soll es nun erstmal in der Mongolei. Das ist ja nun auch schon ein ganze Weile her. Wie gesagt bin ich mit Ian unterwegs. Mit dem Bus geht es nach Tsetserleg. Der Bus ist fuer mongolische Verhaeltnisse komfortable und die Fahrt unspannend. Dort angekommen marschieren wir ca eine Stunde ausserhalb des Dorfs in ein zimlich cooles Tal und schlagen unser Zelt auf. Lagerfeuer, Nudeln, Sternenhimmel. Perfekt!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Am naechsten Tag geht es nach einer Dusche im Bach wieder zurueck nach Tsetserleg. Wir organisieren uns eine Mitfahrgelgenheit nach Tariat. Eine 4 koepfige Familie nimmt uns fuer 40000 tugrik in ihrem Wagen mit. Das ist recht viel Geld aber billger findet man es nicht. Mongolen singen laut und gerne und die ganze Familie stimmt zumeist mit ein, sodass die fahrt recht heiter ist. Hin und wieder singen Ian und ich dann mal ein paar Zeilen eines westlichen Liedes aber generell halten wir uns lieber zurueck;) Bis auf eine kaputte Bremse (oder sowas)  die auch adhock repariert wird und einem Hund der auf meinen Rucksack pinkelt (zumglueck habe ich das regencover drauf) lauft alles glatt und wir kommen abends in Tariat an.



                                                      Angekommen im wunderhuebschen Tariat -->


 


Nachdem die Familie uns im Zentrum rausgeschmissen hat suchen wir uns einen Platz fuers Zelt werden aber nicht so richtig fuendig.  Ausserdem rennt uns die ganze Zeit einer der vielen lokalen Hunde hinterher und wir wissen nicht wie wir ihn loswerden sollen. Nichtmal ein zu begattendes Weibchen lenkt ihn lange genug ab um zu entkommen. Beim Versuch einen Fluss zu durchwaaten verliere ich einen Flipflop (wie das ist nicht das passende schuhwerk?) und so dauert es recht lange bis wir einen Platz finden, essen gekocht haben und ins Bett gehen. Wenigstens bewacht unser Hund, den wir Barry getauft haben, die ganze Nacht den Zelteingang.
 
Am naechsten Tag wandern wir dann in den Nationalpark indem wir auf einen Vulkankrater klettern und gegen Abend nach zimlich viel weiterem wandern den weissen See (Tsagaan Nuur) unser Ziel erreichen. kaum sind wir in Reichweite des Sees kommt uns schon ein kleiner Junge auf einem zimlich laut knatternden Mopped entgegen der uns in sein touri-ger bringen oder Fahrten in die naechsten Staedte andrehen will. Nach einer Weile des Ignorierens werden wir ihn aber los und wir schlagen unser Zelt am Ufer des Sees, jedoch weit genug von der Wasserstelle der Jags, auf. Am naechsten Tag wagen wir uns dann auf eine Tagestour auf Pferden am See entlang. Wir sind beide noch nie geritten und es tut schon nach 5 minuten ordentlich weh. Saemtliche Intrsuktionen wie man so ein Pferd zu reiten hat, haben wir auf einem Blatt Papier gezeigt bekommen. Da stand so nuetzliches drauf wie: 

" keine grellen klamotten anziehen das verschreckt das Pferd, keine Parfuems das verschrekt das Pferd."
oder
"Im Notfall den Guide rufen (der kein wort englisch spricht) und an den zuegeln ziehen." 

Nun ja wir riechen recht "natuerlich" und ich bekomme es nach einer Weile eigentlich ganz gut hin mein Pferd dahin zu manoevireren wo es hin soll und auch in der Geschwiendigkeit die mir passt. (sehr langsam au au au) Ian hingegen hat wohl ein Pferd erwischt was seinen eigenen Kopf hat. jedenfalls laeuft es entweder immer nur meinem hinterher, oder es steht stur da und ian kann da oben machen was er will aber es passiert einfach nichts. Das ist schon ein recht lustiger anblick. Gallopieren macht spass aber die naechsten 4 tage tut mein wertes Hinterteil einfach nur weh! Zum Glueck haben wir uns gegen die 4 tagestour entschieden! 
Am Abend wandern wir nochmal eine Stunde um einen neuen Campingplatz aufzusuchen den wir beim Reiten entdeckt haben. Dort ist das Wasser nicht so voller Algen, es gibt weniger Ungeziefer und Insektenzeugs und ist auch sowieso viel schoener.
Den Rest der Zeit am See verbrignen wir mit viel rumliegen und lesen, einer Wanderung auf einen der Berge und sonst nicht so viel neues.
Eine Nacht zelten wir bei eienem Eco-Gercamp und bekommen feinste mongolische Kueche. (zum glueck sind wir selber auch gut mit kochern und essen ausgestattet.)
Barry unseren Hund haben wir mehrfach versucht zu verjagen (steine werfen oder auch nur so tun funktioniert recht gut) weil er einfach alles angefallen hat was in unsere Naehe kam und wir ihn  nicht kontrolieren konnten (auf seinen namen hoert er jedenfalls nicht) allerdings ist er zumeist nach ein paar stunden wieder aufgetaucht und hat uns treudoof fragend angekuckt.
Am naechsten Tag musste er dann aber wohl oder Uebel Abschied nehmen den fuer uns ging es zurueck nach UB. Anstrengende 2 Tage rueckfahrt mit Pannen und so weiter aber wir haben es ja ueberlebt. Auf dem Rueckweg lernen wir noch kurz Joe kennen, ein Ami der auch gerade durch die Mongolei tourt. In UB treffen wir ihn dann ein paar tage spaeter wieder. aber davon mehr im naechsten Blogeintrag.



 
 <--Barry and me

 Barry ist um mein Wohl besorgt->






Ich im Baum und im Vulkan..









 durstige Yaks  -->  
















 









<-- ja ich wollte da hin!








<-- er aber auch...









Samstag, 24. September 2011

Mongolei - Das Paradies fuer Cowboys




Zunaechst mal:
Hallo, wie gehts? Lange nichts von dir gehoert! Meinerseits lag das zum einen daran, dass Beijing ein reichhaltiges Touriprogramm zu bieten hat, und zum anderen, daran, dass China der Meinung ist, das google zuviel zivielen Ungehorsam hervorruft und ich somit nicht auf meinen Blog oder auf Picasa und schon gar nicht auf Facebook zugreifen kann. Die beruehmte grosse chinesische Mauer eben. (jaja der legende nach gibt es wohl auch eine aus stein) Das zu umgehen ist in der Theorie nicht besonders schwierig, in der praxis jedoch schon. Ich erspare euch hier mal die Details, ich habe keine Kosten und Muehen gescheut und praesentiere nun den naechsten Blogeintrag ueber die Mongolei:

Um es zusammenzufassen:

Die Mongolei ist sehr gross und sehr leer! Den Rest kan man in Wikipedia nachlesen. Demnachst dann der Eintrag ueber China: (China ist sehr gross und sehr voll).

Bis Bald Sven


Okay ein bisschen mehr schreibe ich noch... Mal Nachdenken was habe ich denn so gemacht? Nun  nach erfolgreicher Grenzueberschreitung und Busfahrt spukte uns der Bus um ca halb 12 nachts (alle guidebooks sagen blos nicht nachts in Ulaan Baator rumlaufen) irgendwo in UlaanBaatar aus. Wegen ein paar harten Wintern in juengerer Vergangenheit (in denen das Vieh und somit die lebensgrundlage verendete) leben mittlerweile die haelfte der ca 3 Millionen Mongolen in den Ger-distrikts der Haupstadt. (Gers sind die runden Zelte die auch die andere Haelfte der Mongolen in ihrer ueberwiegend nomadischen Lebensart als mobiles zuhause bewohnt) Natuerlich gibt es keine Jobs in UB und somit ist die Kriminalitaet recht hoch. Wir nehmen also ein Taxi zu einem Hostel in dem wir eigentlich reserviert haben. Dort hat man unsre Betten allerdings schon vergeben. Wir finden aber recht schnell ein anderes Hostel und die naechsten Tage haengen wir ein bisschen rum, wechseln das Hostel, und orientieren uns ein wenig in Ub und planen die weitere Zeit.


 <- auf dem Weg nach Ub->








UB selbst hat ein Zentrale Strasse die Peace Avenue und ist bekannt als die kaelteste Haupstadt der  Welt. Davon merken wir nicht so viel den es ist noch recht sommerlich warm. Dafuer ist UB aber zimlich dreckig und haesslich.  Immerhin faengt man gerade an die Buergersteige auch 2 blocks entfernt vom zentralen platz zu zementieren (es gibt nun eine "Svens Road" in UB, unbeaufsichtigtem feuchtem Beton sei dank ;))

Regeln im Strassenverkehr gibt es so gut wie nicht, und so verwundert es nicht das ich zumindest 3 oder 4 unfaelle sehe, wobei bei einem die Fahrer aussteigen und sich verkloppen. Auch ueber die Strasse gehen verlangt eine ganz eigene Einstellung zu seinem Leben (Fast wie in den Lucky Luke Comics hier). 

Einen einsamen Pluspunkt sammelt UB allerdings fuer die zahlreichen veganen Restaurants. Dort gibt es zwar wie im Rest der Mongolei auch kein Gemuese (Mongolen essen sowas nicht, und fuer die paar touristen wird kaum was inportiert), aber das Tofuzeugs schmeckt ausgesprochen lecker. Auch lustig ist, dass die Mongolei quasi alles was man kaufen kann importiert. Daher dominiert die Marke "Gut und Guenstig" die Supermaerkte. Das ist fuer mich sehr praktisch, da weiss ich zur Abwechslung mal besser als die lokals was ich da kaufe. Aber es gibt auch Nutella und Gummibaerchen und so weiter. Sonst gibt es natuerlich acuh viel chinesischen Ramsch auf den Maerkten.


<- kurz vor UB, kein Nebel sondern Staub.

 Parlamentsgebaeude-->
 am Zentralen Platz Suekhbaatar







 <--wir beim karaoke mit serbischen maedels

 Sven auf schotter -->







Clinton zu Besuch, also
stramm stehen Jungs -->

<--Meine Fuesse sind intressanter als der Tempel



Da ich ja nun schon recht weit auf dem Weg nach Osten bin, gibt es schon sehr viele Karaokelaeden, die allerdings alle ofiziell um 12 zu machen muessen (alles bars restaurants und discos auch). In der Realitaet sieht das natuerlich anders aus. Ich glaube die Discos schmieren alle und die Karaokelaeden machen die Leuchtreklame aus aber wenn man sich auskennt ist wohl auch dort noch ein Weg.
Das ist eigentlich bei all diesen komsichen Verboten so. Es darf zum Beispiel am ersten Tag jedes Monats kein Alkohol verkauft werden, aber mit unserem Monoglischen Guide (das war auf einer kleinen Tour um UB) war das irgendwie doch unter der Hand moeglich. ;)

Wir haben aber auch recht bald genug von UB und wollen raus in die Steppe.
Es gibt eine Handvoll Tourorganisationen die so zwischen 40 und 200 Dollar pro Tag verlangen und einen dafuer in den schon bekannten russischen UAC durch die Mongolei kutschieren. Besonderes verkaeuferisches Talent haben sie aber alle nicht und wir wollen lieber auf eigene Faust losziehen. Also organisieren wir uns ein schnuckeliges Zelt, restliches campingzeug und Bustickets in Richtung Zentralmongolei. Wir planen eine Tour in Richtung Tasgaan Nuur (Weisser See)  und wollen sehen ob wir von dort aus in Richtung Sueden aufbrechen koennen. Das stellte sich aber als schwierig heraus, da Transport in der Mongolei eine ganz eigene Geschichte ist.

Zwar hat die Mongolei schon von den UN, Amerika und bestimmt 10 anderen Entwicklungsorganisationen genug Geld bekommen, um die gesamte Mongolei 5 mal mit Strassen zu bepflastern, aber aufgrund von Korruption ist das Geld irgendwo versackt und die wunderschoene 4 spurige Autobahn hoert keine 20 km nach UB auf. (also nach den ersten 2 Huegeln) Danach hat man allerdings noch die naechsten 70 km recht komfortablen Asphalt. Dieser ist jedoch hauefig durch Strassensperren der Strassenarbeiter blockiert, da diese haufig spaet oder nicht bezahlt werden. Danach gibt es dann keine Strassen in diesem Sinne mehr. Es gibt dann 3-10 Erdewege nebeneinander die den Horizont entgegen meandern und man versucht einen zu nehmen der nicht zu hubbelig ist, was aber selten gelingt, oder faehrt komplett querfeldein. Bei diesen Strassen verwundert es auch nicht, dass wir auf ca dreiviertel der Fahrten mindestens eine Panne hatten. Somit tuckert man meist mit Schrittgeschwindigkeit bis maximal 40 kmh daher. Im public bus (so ein grosser reisebus ist gelaendegaeniger als gedacht) ist das noch ganz annehmbar, allerdings fahren davon viel zu wenige und auch nur von UB aus in die regionalen Haupstaedte und zurueck. Man muss zwei Tage vorher um acht Uhr morgens am Ticketschalter stehen um noch ein Ticket zu ergattern, das ist fuer uns selten moeglich. Daher ist man auf private Minibusse angwiesen. Dort sind die Fahrtbedingungen allerdings alles andere als komfortabel. Zunaechst muss man Ewigkeiten um einen akzeptabelen Preis feilschen, danach geht das Pokern um die Abfahrt los, der Fahrer wird einem immer sagen in einer Stunde geht es los. In der Realitaet geht es aber erst los wenn der Bus uebervoll ist. Das kann aber schonmal bis zum naechsten Tag dauern. Wer das nicht weiss sitzt schonmal den ganzen tag in so einem minibus rum und wartet. (ich habe zumglueck eine mongolische handynummer und kann angerufen werden wenn es losgeht. das funktioniert allerdings auch nicht immer gut weil die fahrer nicht wollen das man sich anderweitig nach fahrgelegenheiten umschaut und somit nach dreisten 20 minuten anrufen) Geht es dann los, sitzt man im besten fall unter seinem gepaeck und anderen mitreisenden begraben 12 stunden auf schlechten sitzen herum und stoesst sich nicht zu sehr. Hat man aber Pech kann es zum Beispiel passieren das das Auto zu alt oder kaputt oder sonstwas ist, und man zum beispiel bei jeder kleinsten steigung aussteigen und nebenherlaufen muss. Oder ein Kanister mit vergohrener Milch ist leck und man sitzt in der Suppe...

wenn man nun denkt Hitchhiken sei eine alternative dann irrt man. Zum einen ist es keineswegs kostenlos in der Mongolei sondern man muss damit rechnen mindestens das doppelte der gesamten Spritkosten zu zahlen wenn nicht (manchmal werden absurde preise velangt) mehr, man hat viele der Nachteile der Minbusse genauso und dann weis man noch viel weniger ob und wann man denn ankommt oder ob nicht noch auf dem Weg die Verwandten besucht werden.

Also herumkommen ist nicht so einfach in der Mongolei und jetzt verstehen wir auch, warum so viele Traveler einfach zu Fuss (ja das gibt es) oder per Pferd losziehen.
Das klingt zwar nun alles ganz grauselig und es ist acuh recht kraeftezehrend, geht man es aber mit einer ordentlichen portion Gelassenheit und Humor an, dann kommt man irgendwann dort an wo man hinwill, und es ist genau das Abenteuer was viele Weltreisende suchen.

Soviel also zum allgmeinen Reisen in der Mongolei. Jetzt noch einen Schwank uebers Essen und dann kommt keiner meiner werten Leser jemals hierher. Das waere allerdings fast ein bisschen Schade. Die Details der Tours durch Central Mongolia um Ub und der Gobi Wueste dann der Uebersicht halber (und weil ich muede bin) in den naechsten Posts. 



Freitag, 9. September 2011

Hallo an alle tief besorgten Leser, oder auch hallo liebe eltern,

Ich habe die Wueste gut ueberlebt (es war sogar zimlich cool) und werde nachher in den Zug Richtung China steigen. Allerdings wird die Grenzueberschreitung wohl noch ein Abenteuer werden morgen frueh.

Man darf gespannt bleiben.

Bajaar tee

Sven

PS: tatsaechlich sind einige fotos nicht mehr zu sehen. dem zugrunde liegt ein schusseligkeit meinerseits. (ich habe das betreffende album auf picasa wegen eines duplicats geloescht. anscheinend aber das flasche...) bis ich zeit habe das zu reparieren muss man die photos auf picasa anschauen.




Freitag, 2. September 2011

Bin mal wieder weg

Hallo liebe leute,

leider habe ich es hier in der mongolei noch nciht geschafft den blog zu schreiben. es geht ir aber gut und alles ist super. ich werde nun eine sieben tage tour durch die gobiwueste machen und von dort aus direkt uevber die grenze nach china reisen. ich verspreche dort den blog zu aktualisieren

beste Gruesse Sven